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Dunkel war’s, der Mond schien helle.

In knapp 2 Wochen findet der 10-km-Vollmondlauf statt, an dem ich teilnehme. Ich frage mich gerade, wieso der Vollmondlauf heißt, denn es ist doch jetzt Vollmond. Kann doch nicht in 2 Wochen schon wieder sein. Oder hat sich was geändert? Haben wir mittlerweile alle 2 Wochen Vollmond und ich weiß es nicht? Ich hoffe doch, dass sich nur der Veranstalter verrechnet hat, was an sich schon etwas peinlich ist. Aber zum Wesentlichen: es ist dunkel, wenn ich laufe. Sehr dunkel, denn die gute alte Zeitumstellung kommt auch noch dazu ab nächstem Wochenende.

Der Anbieter schreibt vor, dass man mit Stirnlampe oder Taschenlampe ausgerüstet sein soll, außerdem mit Reflektoren. Da bin ich ziemlich gut ausgestattet – ich leuchte wie ein Alien im Dunkeln. Nun hat mir mein Mann ein Geschenk gemacht: einen LED-Lenser.

Man könnte auch sagen: eine Taschenlampe. Aber die ist schon besonders, sonst hätte er sie nicht gekauft. Diese seltsame Begeisterung für Taschenlampen hatte er schon immer. Wir haben Mag-Lites in jeder Größe und Form zuhause. Wozu man das in der Vielfalt braucht, war mir nie klar. Die einen sammeln Briefmarken … jeder hat seinen Spleen.

Ich dachte mir also: „Oh. Toll. Schon wieder eine Taschenlampe.“ Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Aber er versprach mir, dass es die beste Lampe für meinen Nachtlauf sein wird. Und am gleichen Abend wollten wir das unter Beweis stellen. Auf zum privaten Nachtlauf!

Ich mach jetzt mal kurz: der LED-Lenser ist wirklich der Knaller! Ich kann den Lichtkegel so breit stellen, dass er über die Wegbreite hinausleuchtet oder so klein, dass ich damit in 230 Meter Entfernung (Herstellerangabe) noch sehen kann, ob jemand am Waldrand steht. Und das bei beinahe taghellem Licht!

Das ist übrigens der Nachteil: niemals reinsehen – und Vorsicht bei entgegenkommenden Menschen oder Tieren, die werden heftig geblendet, wenn man nicht aufpasst.

Dann gibt es noch weitere Funktionen:

  • 50% gedimmtes Licht –  spart  Batterie (und blendet nicht mehr so, ist aber immer noch hell)
  • Blinklicht – praktisch, um auf sich aufmerksam zu machen
  • SOS-Zeichen – finde ich sehr wichtig, denn falls man alleine unterwegs ist und sich verletzt, kann man so (hoffentlich) Hilfe herbeirufen
  • Stroboskop – kennen manche vielleicht noch aus der Disco. Das Licht blitzt so schnell, dass man geblendet wird, wenn man auch nur ansatzweise reinsieht. Sowas wie Pfefferspray ohne Pfeffer. Man kann im Notfall jemanden blenden und bekommt so die Gelegenheit zur Flucht, denn für ein paar Sekunden sieht derjenige bestimmt nichts mehr. Außerdem hilft es bei angriffslustigen Tieren – wobei das einzige Tier, das wir beim Nachtlauf entdeckt haben, ein Marder war, der sich sofort versteckt hat, als er unser Licht sah (ohne Stroboskop natürlich).

Die Lampe gibt es in ungefähr 3474 verschiedenen Formen und Größen (ok, nicht ganz – aber so an die 20 werden es schon sein) und außerdem als Stirnlampe. Ganz günstig sind sie nicht – unsere Handtaschenlampe hat ca. 50 Euro gekostet und die Stirnlampe, die ich noch nicht habe, würde rund 65 Euro kosten (mit derselben Leuchtkraft wie die große). Hab mich natürlich über den Preis aufgeregt, denn bei Tchibo bekomme ich die Stirnlampe um 15 Euro. Daraufhin hat sich mein Mann über mich aufgeregt, denn er meint, das kann man nicht vergleichen und ich würde hier eine Anschaffung für’s (Läufer)-Leben tätigen.

Kleinlaut musste ich zugeben, dass die Tchibo-Lampe nicht 1/3 so hell macht wie der LED-Lenser (die hatte ich nämlich auf dem Kopf dabei und war geschockt, dass es nur noch eine kleine Funzel war im Vergleich). Ich werde die 10 Kilometer im Dunkeln sehr wahrscheinlich mit dem LED-Lenser laufen und bin mal gespannt, ob ich wenigstens das hellste Licht habe, wenn ich schon nicht die Schnellste sein werde 🙂

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