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Hunde und Läufer – so läuft’s!

Ich freue mich wirklich sehr, sozusagen „tierisch“, dass ich heute einen Gastartikel vorstellen darf, auf den ich lange gewartet habe. Mit Viktoria Krimbacher von Vikita habe ich eine tolle Blog-Partnerin gefunden, die uns heute erzählt, wie wir uns richtig verhalten, wenn uns beim nächsten Lauf ein übermütiger Vierbeiner das Läuferleben schwermachen will.  Viel Spaß beim Lesen!

Läufer vs. Hund

von Viktoria Krumbacher

Ein Thema, welches, um es ausführlich zu erläutern, den Rahmen eines Blogs sprengen würde. Aber es gibt einige grundlegende Informationen und Verhaltensweisen die man berücksichtigen sollte.

Ein Hund ohne Besitzer wirft für viele Läufer doch einige Fragen auf:

  • Warum ist er alleine unterwegs?
  • Ist er gut erzogen?
  • Soll ich umdrehen oder doch weiterlaufen?

Durch meine jahrelange Erfahrung als Hundetrainerin kann ich dich beruhigen, normalerweise geht von einem besitzerlosen Hund eine geringe Gefahr aus, da dieser mit sich selbst beschäftigt ist. Entweder ist er auf dem Weg nach Hause oder zu einer Hundedame oder er hat was Spannenderes vor, als sich mit einem Jogger zu beschäftigen.

In so einem Fall sollte man langsamer werden, bis zum Schritttempo. Überzeuge dich, dass wirklich kein Besitzer da ist, denn leider ist es bei einigen normal, dass sie weit hinter ihrem Vierbeiner laufen. In dem Fall, dass der Hund doch ein Herrchen hat, nimm Kontakt mit ihm auf – dann sollte normalerweise jeder verantwortungsvolle Besitzer seinen Hund anleinen.

Wenn der Hund doch alleine unterwegs ist

Wie oben beschrieben:

  • langsamer werden
  • den Hund nicht beachten
  • kurz anschauen, aber nicht anstarren
  • nicht ansprechen
  • einfach ausweichen, damit er genug Platz zum vorbeilaufen hat
  • immer die Ruhe bewahren

Wenn er vorbei ist, kannst du nach einem gewissen Abstand wieder zu laufen beginnen.

Freilaufender Hund. Kein Grund zur Panik!

Wenn sich der Hund doch für dich zu interessieren beginnt

… helfen meist klare, selbstbewusste Kommandos wie Nein und Aus. Die Arme dabei nicht hektisch bewegen. Am besten mit der Hand nach unten zeigen und kurz streng anschauen, nicht lange anstarren. Bitte versuche, immer möglichst ruhig zu bleiben. Wenn der Hund merkt dass du kein lustiger Spielpartner bist, gibt er sicher schneller auf und du senkst das Risiko, angesprungen zu werden.

Handfläche nach unten

„Bauernhof Hunde“

… zeigen meistens territoriales Verhalten, das heißt, dass sie „ihr“ Haus und Grundstück bewachen und schützen wollen. Dadurch sehen diese Hunde es als Aufgabe an, jeden Störenfried in der Nähe des Grundstückes zu vertreiben. Dabei legen sie oft ein sehr unangenehmes Verhalten an den Tag z.B.: anbellen, sich groß machen, drohen (Zähne fletschen, knurren), verfolgen bis man aus seinem „Revier“ draußen ist. Bei einer solchen Begegnung solltest du:

  • deine Geschwindigkeit drosseln bis zur Schrittgeschwindigkeit (auf keinen Fall weglaufen)
  • dem Hund zugekehrt bleiben
  • selbstsicher scharfe Kommandos rufen (nein, aus, pfui,…)
  • nicht den Rücken zukehren
  • sich aus seinem Bereich so schnell wie möglich entfernen

Wenn sich an deiner täglichen Joggingstrecke ein solcher Vierbeiner befindet, dann such das Gespräch mit dem Hundebesitzer und findet gemeinsam eine Lösung.

Ich hoffe, dass ich dir ein paar nützliche Informationen geben konnte, und du nun beruhigter zum täglichen Sport gehst. Wenn du weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung!

Viktoria von Vikita

Viktoria Krimbacher
Hundeschule Vikita – Freunde für`s Leben
Vikita auf Facebook
www.vikita.at

1 Kommentar

  1. Der Beitrag bestätigt meine bisherige Herangehensweise an Hungebegegnungen, und glücklicherweise ist mir so noch nie etwas Unangenehmes passiert. Danke, dann mache ich mal so weiter! 😉

    Ich mag Hunde aber auch sehr gerne und wenn mir der Hund freundlich erscheint, halte ich manchmal auch einfach nur an, um ihn zu streicheln. Dabei bin ich dann schon das eine oder andere Mal angesprungen worden… 😉

    „Bauernhofhunde“ kenne ich noch von früher, wenn ich mit unseren Familienhunden unterwegs war. Da hatte ich dann aber meist mehr Angst um unsere kleinen Hunde als um mich, und auch da half meist ein entschiedenes „Nein!“ oder „Geh nach Hause!“.

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