lauftagebuch

Ich bin ein No Meat Athlete!

Ach, es könnte alles so schön sein! Endlich habe ich den Halbmarathon-Trainingsplan von Matt Frazier aus dem Buch „No Meat Athlete“, das diese Woche im compassion media Verlag erscheint. Ich darf offiziell für den Verlag als Testläuferin voranstürmen und mich mit Matts 21-Kilometer-Plan auf meinen eigenen Halbmarathon im September vorbereiten.

Der Fitness-Plan zum Halbmarathon

Seit gestern hab ich den Plan inklusive dem kompletten Kapitel 9 des Buches, das erst morgen so richtig offiziell erscheint. Und das ist irgendwie schon spannend, als ob man ein Geschenk als erstes aufmachen darf – und mein erster Eindruck ist durchaus positiv. Ich mag den Schreibstil, und auch die abwechslungsreiche Gestaltung – schon interessant, wenn man bedenkt, dass ich bisher nur 1 Kapitel davon gelesen habe. In dem Buch sind Trainingspläne für 5 Kilometer, für 10 Kilometer und gleich zwei Pläne für den Halbmarathon – einmal der „Ins-Ziel-kommen“-Plan und einmal der „Fitness“-Plan. Letzterer ist etwas intensiver vom Training her und enthält zusätzlich Bergläufe. Also genau das Richtige für mich.

Trainingsplan aus "No Meat Athlete"

Nach Rücksprache mit meinem Trainer Kristof werden wir den Plan ein wenig an mein Laufpensum anpassen, denn Matt’s Pläne sind auf ca. 18-20 Wochenkilometer (bei den Halbmarathon-Plänen) ausgelegt. Da ich bisher schon 40-45 Wochenkilometer laufe, werde ich die Umfänge etwas steigern. Grundsätzlich gefällt mir die Einteilung aber spitzenmäßig, denn ich glaube, das dieser Plan wirklich zu schaffen ist – auch mit einem vollgepackten Alltag.

Ich bin ab sofort ein No Meat Athlete und ich krieg sogar noch das passende Trikot dazu!

So und nun zurück zur momentanen Realität.

Alle Jahre wieder

Ich befinde mich in meiner letzten Trainingswoche vor dem Wälderlauf, der kommenden Samstag stattfindet. 13 Kilometer durch den wunderbaren Bregenzerwald – und ich bin endlich wieder dabei! 2012 war ich zum ersten Mal am Start und konnte nur walken, damals noch mit ca. 96 Kilogramm. Letztes Jahr war ich nicht zuhause an diesem Datum und dieses Jahr, mit Kampfgewicht 67 Kilogramm, will ich endlich wieder ran an den Start beim Wälderlauf.

Tja, und was passiert mir normalerweise 3-4 Tage vor einem für mich wichtigen Lauf?

Richtig! Ich verletze mich oder werde krank. Magen-Darm-Infektion, Zehenbruch, entzündete Hüftsehne  – fehlt noch was? Ja, doch, da fehlt was. Eindeutig! Eine kleine Zerrung wäre doch mal nett, zur Abwechslung. Gestern beim Fahrtspiel passiert. Einfach so. Von einem Schritt auf den nächsten. Meine Kehrseite wollte nicht mehr so, wie ich wollte. Die letzten 1,5 Kilometer humpelte ich nach Hause und haderte mit meinem Schicksal. Und ich tue es immer noch.

Wieso immer ich?

So, jetzt ist es raus, denn das ist es, was ich denke. Himmel, das muss doch echt nicht jedes Mal sein. Jetzt laufe ich seit Monaten schmerz- und verletzungsfrei – und dann einfach so von jetzt auf gleich? Und warum kann es nicht irgendwas Cooleres sein, als sich den Po-Muskel zu zerren?

Jammer-Modus aus. Weiter geht’s mit Blackroll, Dehnen, Cremen, Beleuchten und am Freitag wird mich mein Bruder noch unter die Lupe nehmen, der sich als medizinischer Masseur mit genervten Muskeln aller Art auskennt. Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass ich am Samstag laufe. Denn heute ist es schon wesentlich besser als gestern, aber ein Risiko werde ich nicht eingehen.

Ach ja, und zu allem Überfluss schreibe ich direkt vor dem Wälderlauf (genaugenommen 4 Stunden vorher) meine Mathe-Matura. Aber vor der kann ich mich nicht drücken. Zumindest nicht wegen eines gezerrten Po-Muskels. Obwohl, probieren könnte ich es ja mal 😉

Das Dehnen der Kehrseite nicht vergessen

 

18 Kommentare

  1. Pinkback: Wir heißen unsere erste No Meat Athletin willkommen :) | No Meat AthleteNo Meat Athlete

  2. Hi…ja, ich freu mich auch schon so sehr auf das Buch!!!….und auf die Lesung hier in Berlin am Samstag im Veganz!!! :0))))
    Bin schon gespannt wie’n Flitzebogen auf den HM Trainingsplan! Mein 2.ter HM findet im Okt am Müggelsee statt.

    Dur, liebe Judith…ganz schnell gute Besserung!!! Ich drücke ganz fest die Daumen!

    • Danke, Isabelle – sag den beiden (Katrin und Daniel) ganz liebe Grüße! Ich kann leider nicht nach München zur Lesung kommen (das wär von mir aus am nächsten), ich hab Prüfung an dem Tag 🙁 Und du kannst dich wirklich freuen, wenn das Buch so ist wie das Kapitel dann ist es wirklich richtig toll!

  3. Oh, ich beneide dich ums testen! Um Matura und Zerrung allerdings weniger 😉

  4. Summersun

    Hallo Judith, sag mal, tatsächlich nur 20 km pro Woche um für einen HM zu trainieren? Das wäre ja sensationell wenig.

    • Hallo summersun, ich rechne morgen nochmal nach, aber so stand es drin. Es heißt ja, das man in der Lage ist, die Wochenkilometer auch am Stück zu laufen – das würde wiederum dann zum HM passen. Ich schau morgen aber nochmal genauer nach 🙂

    • jetzt seh ich erst, dass du das bist, Silke =D Gestern Abend am iPad zeigte es mir nur deinen Nickname an. Ich hab nochmal nachgesehen und gerechnet, aber es stimmt schon. Die Wochenkilometer liegen bei rund 20. Allerdings hat er die Ein- und Auslaufphase auch nur mit 5 Minuten angegeben, was mir persönlich viel zu kurz ist. Ich werde mind. 10 Minuten warmlaufen und vor einem Bergintervall mit Sicherheit noch ein paar Minuten länger – alleine dadurch würde meine KM-Zahl sich erhöhen. Ich denke schon, dass es mit diesem Plan klappt, auf einen HM zu trainieren, denn wie gesagt, es heißt ja, dass man die Zahl der Wochenkilometer theoretisch auch am Stück laufen könnte und dann passt es wieder. Ich werde die KM aber trotzdem erhöhen, denn ich möchte ja nicht weniger laufen als vorher. Würde ich mit dem Training aber erst beginnen und langsam aufbauen mit dem 5 – und 10-km-Plan, dann würde ich das mit den angegebenen KM im HM-Plan durchaus probieren. Ich glaube, das klappt!

      • Summersun

        Danke fürs Nachlesen. Für mich ein sehr interessanter Gedanke, dass man sich mit 20 km pro Woche auf einen HM vorbereiten kann. Ich bin bislang davon ausgegangen, dass man dafür wesentlich mehr laufen muss.

      • Hallo Summersun, Hallo Judith,

        ich bin im April diesen Jahres auch meinen ersten HM gelaufen. Es war auch „nur“ ein Ankommen-Plan und ich muss sagen, dafür hat es ziemlich gut geklappt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich vorher auch schon ein paar Mal einen 10km-Lauf gelaufen bin.

        Liebe Grüße,
        Cosima

        • Hallo Cosima – danke für deine Nachricht! Weißt du vielleicht, mit wievielen Wochenkilometern du trainiert hast in etwa? Würde mich grad interessieren. Und woher war dein Plan? Ich bin neugierig 🙂 LG Judith

      • Hallo Judith, ehrlichgesagt kann ich das nur grob schätzen. Ich würde sagen, es waren wirklich nur ca. 20 Wochenkilometer, da ich einen längeren Lauf pro Woche hatte (10-13km) und 2-3 kürzere (4-7km). Ich habe zwar mal online nach Plänen geschaut gehabt, also so „Ankommen-Plaene“, aber das war irgendwie nicht mein Ding. Also bin ich immer den langen Lauf mit meinem Partner mitgelaufen (der hat sich nämlich gezielt auf den HM vorbereitet) und unter der Woche dann „meine“ kurzen Läufe zum Entspannen nach dem Job. Vielleicht lief es auch deshalb so erstaunlich gut, weil ich einfach mein Tempo gelaufen bin und mein Ziel erstmal nur war, anzukommen. Es gab nämlich keinen 10er bei diesem Wettkampf und meinem Partner und Kumpels beim HM zuschauen, das wollte ich auf keinen Fall. 😉
        Gruessle von der Nordseite des Bodensees,
        Cosima

        • Hallo Cosima, danke für deine Antwort! Ich finde, das klingt gut. So richtig entspannt und stressfrei. Ich meine, 21 Kilometer sind und bleiben 21 Kilometer. Eine tolle Leistung! Klasse! Liebe Grüße, Judith

  5. christin

    Hey, ich bin wirklich begeistert von Dir und deiner Seite über das Trainieren.
    Wenn man laufen möchte, so wie ich, vlt. irgendwann auch mal 10km statt nur 5km – muss man dann zwingend zusätzlich ins Fitnessstudio und dort die Muskeln trainieren? Oder warum hast Du dich entschieden, ins Studio zu gehen?

    • Hallo Christin! Danke für deine Nachricht =D Fürs Studio bzw. fürs Krafttraining an sich sprechen mehrere Dinge. Zum einen hab ich eine sehr schwache Muskulatur – ich bin, was Kraft angeht, wirklich nur ein halbes Hemd. Da gibt es dann gleich mehrere Partien, die unbedingt kräftiger werden müssen, weil es mir Stabilität beim Laufen gibt. Ein kräftiger Rücken und ein starker Bauch sind ebenfalls sehr wichtig für einen Läufer – das merkt man spätestens dann, wenn man längere Zeit am Stück läuft (und dann, so wie ich, ständig Rückenschmerzen bekommt). Starke Muskeln sind außerdem wichtig für eine gute Haltung und schützen auch vor Verletzungen. Insofern finde ich Krafttraining schon sehr wichtig, aber das muss man nicht im Studio machen. Es gibt gute Programme für zuhause. Man kann auch mit dem eigenen Körpergewicht trainieren, aber ich mag Gewichte einfach gern und finde es schön, hin und wieder ein paar Hanteln zu schwingen. LG Judith

  6. Hört sich doch super an. Viel Spaß beim Lauf und den zukünftigen Training zum HM!

  7. Pinkback: Wir heißen unsere erste No Meat Athletin willkommen :-) | No Meat AthleteNo Meat Athlete

  8. Klingt toll! Du machst mir Mut!

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