lauftagebuch

Monatsmotto Juli: Springinsfeld!

im Juli

Mein liebes Lauftagebuch,

ich geh ja mal schwer davon aus, dass du Fan meiner Facebook-Seite bist, deswegen erzähle ich dir nichts Neues, wenn ich schreibe, dass ich diese Woche wieder mit einem Trainingsplan von meinem Trainer Kristof gestartet habe. Individuell erstellt, ein Plan nur für mich alleine. Und da ich mir auf Facebook als Wochenaufgabe vorgenommen habe, nicht über diesen Plan zu schimpfen, weil er so ur-anstrengend ist, tu ich es auch nicht. Wobei ich mich grad frage, wo man denn dann schimpfen darf, wenn nicht im Tagebuch. Aber gut, ich bin ruhig. Ich hab’s ja nicht anders gewollt.

Logisch, dass ich keinen Plan à 4 x die Woche für 2 Stunden auf der Couch liegen bekomme mit einem Puls im Bereich von max. 60 Schlägen und das bei jedem Wetter – wenn ich einen Halbmarathon laufen will. Der Termin steht: 17. September 2016 – das wäre der 97. Geburtstag meiner Oma, wenn sie noch leben würde. Und damit ich mich am Ende (oder gar mitten drin) nicht so fühle, als wäre ich auch kurz vor meinem Hundertsten, macht es durchaus Sinn gezielt zu trainieren. Schließlich gilt es einen Halbmarathon auszumerzen, bei dem ich mich echt bescheiden gefühlt habe. Freiburg 2015 mit einer Zeit von 3 Stunden und ein paar Minuten (zur Erinnerung: direkt nach dem Lauf Haarriss im Fußknochen und wieder mal Laufverbot).

Die Zeit ist mir völlig egal – aber ich will mich verflixt nochmal saugut fühlen, wenn ich über die Ziellinie laufe und gerne auch noch eine Stunde später. Und ich will am nächsten Tag so gut drauf sein, dass ich theoretisch gleich weiter laufe, wenn ich Lust drauf habe. Hohe Ansprüche? Naja, geht schon. Dafür ist es mir egal, wenn ich erst nach Feierabend ins Ziel komme.

Mein cooler neuer Plan hat mich nun zu einem Monats-Motto inspiriert. Und ich habe schwer vor, das jetzt jeden Monat zu benennen. Ein sportliches Ziel für jeden Monat inklusive Blogartikel dazu.

Monat Juli: Springinsfeld

Ich liebe ja dieses Wort. Es strahlt soviel Lebendigkeit aus und kommt Hand in Hand mit quietschfidel und lebenlustig daher. Und genau daran werde ich denken, wenn ich jeden Montag mein Technik-Training in Angriff nehme. Mit 4-erlei verschiedenen Skippings (nein, das ist nix zum Essen – auch wenn es mir lieber wäre), Hopserlauf, einbeinigen Sprüngen, tiefen Sprüngen aus mittlerer Hocke, und so weiter. Alles gut für die Sprungkraft, die jeder Läufer braucht.

Bei mir sieht das momentan noch aus wie bei einem Frosch im Endstadium, weswegen ich mich dazu in den Wald verkrieche. Also zum Hüpfen, nicht zum Verenden. Dazu habe ich Recom-Laufeinheiten, die gar keine sind, weil Recom bei mir nicht laufend zu bewältigen ist (ca. 90 – 118 Pulsschläge). Da gehen max. 10 Meter laufen, dann ist der Puls drüber. Egal, ich walke fleißig und baue auch die Parkbank und Gehsteigkanten-Sprungübung ein.

Ich STABIlisiere mich nun wieder 2 x die Woche (und oh Gott, wie ich es hasse! Nein, es gibt kein schöneres Wort dafür) und merke, dass ich irre abgebaut habe an Körperkraft seit 2014. Beim Planking war ich mal 50 Sekunden. Aktueller Stand: Mit viel Gestöhne und Geächze ca. 15 Sekunden.

Aber wieder die Erinnerung an meine Wochenziele auf Facebook: Mich für das loben, was ich kann, statt mich für das runterzuziehen, was ich (noch) nicht kann.

Ich bin stolz darauf, wieder einen Anfang gemacht zu haben und den Weg zu gehen, die eigenen Grenzen wieder zu spüren, das ist fast so schön, wie im Ziel zu sein. Ich mag es, mit mir zu arbeiten. An mir zu arbeiten. Das gibt mir immer wieder das Gefühl, dass einfach alles möglich ist, wenn ich es will.

Den Rest dieses Monats nutze ich also dafür, ein echter Springinsfeld zu werden.

Und wenn noch nicht quietschfidel, dann vielleicht mopsfidel. Das kann ich.

Und für alle, die sich in mein Tagebuch verirrt haben, falls ihr auf Snapchat seid, besucht mich mal! Ich snapchatte jetzt hin und wieder, wenn mir die Zeit für andere Social Aktivitäten fehlt. Könnt das Ding ja mal beim Laufen anmachen 😉 Noch werden die Bilder & Videos ja gelöscht nach 24 Stunden, haha! Da wäre so ein kleines Sprungvideo also durchaus drin. Mein Snapchat-Name ist wie mein echter Name judith_riemer (glaube ich zumindest).

Ich freu mich über Besuch und vielleicht hat je jemand von euch Lust, mein Monatsmotto mit mir zu teilen – werde doch auch ein Springinsfeld!

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2 Kommentare

  1. Ursula Mönch

    …mein Mantra beim Planking „Ich bin eine starke Amazone Ich bin eine starke Amazone Ich bin eine starke Amazone“ – das hilft enorm!

    • Ursula, was für eine Super-Idee!!!!! Das werde ich gleich mal in meinen Trainingsplan übernehmen und gleichzeitig ein Mantra-Posting verfassen, in dem ich dich zitiere. WUNDERBAR! Danke dir vielmals und liebe Grüße ins schöne Wangen – ich hoffe, ihr habt ein schönes Wochenende!

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