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Rituale für den Schweinehund

Was hat denn ein Ritual mit meinem Schweinehund zu tun?

Mehr als du jetzt vielleicht denkst. Denn ein Ritual kann dich im wahrsten Sinne des Wortes „bewegen“. Selbst, wenn du gar keine Lust dazu hast. Und das ist ein ziemliches Ass im Ärmel, wenn es darum geht, den eigenen Schweinehund zu überlisten. Und darum geht es doch, wenn man in seinem Leben etwas dauerhaft verändern will. Schon zweimal, wenn es darum geht, Bewegung als fixen Bestandteil in den Alltag einzubauen.

Wie funktioniert ein Ritual?

Dazu erzähle ich dir eine kleine, wahre Geschichte. Als Hundebesitzer bin ich daran gewohnt, dass ich jeden Tag mit dem Hund rausgehe. Rausgehen muss. Nun habe ich aber Hundecharaktere zuhause, die selbst nicht unbedingt, bei jedem Wetter nach draußen möchten. Man könnte schließlich nass werden. Ich muss also  mich selbst motivieren und meine Vierbeiner. Mein Mann, der das Team vervollständigt, begann eines Tages damit, weiße Steine, die am Wegesrand lagen, einzusammeln. Am Ende unserer 3-Kilometer-Route warf er die Steine in ein kleines, natürliches Wasserbecken. Ich fragte ihn, was er da macht. Und er meinte, das wäre sein Ritual, er sammelt weiße Steine und wirft sie in das Becken, damit irgendwann die weißen Steine in dem Wasserbecken überwiegen und gleich ins Auge stechen. Seither gibt es selten Tage, an denen wir es nicht bis mindestens zu „unserem Ritual“ schaffen.

Holger, ein laufender Kollege, beschreibt es übrigens so:

Mir fiel gestern auf meinem langen Lauf etwas auf, was ich häufig bei langen Sonntagsläufen praktiziere: Da ich nicht der regelmässige Kirchgänger bin, aber trotzdem aus dem Glauben viel Kraft schöpfe, mache ich gelegentlich an einem Wegkreuz oder in einer Kapelle Halt. Verweile dort und danke Gott, dass ich zwei gesunde Töchter und Beine zum Laufen habe und werde meine Sorgen und Bitten los. Das ist so mein Ritual.

Was könnte denn nun dein Ritual sein? 

Hier ist deine Kreativität gefragt. Du könntest zum Beispiel regelmäßig von einer bestimmten Stelle ein Foto machen (z.B. 4 Fotos pro Woche/ je nachdem wie oft du dir vorgenommen hast, zu trainieren), du könntest Dinge von einem Ort zum anderen tragen (wie wir das mit den Steinen machen), du könntest einen bestimmten Ort regelmäßig aufsuchen und dort für ein paar Minuten einfach ruhig verweilen, du könntest irgendwo ein kleines Versteck einrichten, wo du einen Zettel deponierst und jedesmal das Datum draufschreibst, wann du dort warst oder, oder, oder … mach es wie Holger, es vorschlägt:

Sucht während Eures Laufs einen für Euch göttlichen oder kraftvollen Ort auf, verschnauft ein paar Atemzüge und seid dankbar für diesen schönen Lauf, oder worüber Ihr Euch sonst freuen dürft. Vielleicht bittet Ihr für etwas, was Euch auf dem Herzen liegt oder betet für einen anderen lieben Menschen. Wer mit Kruzifixen und Co. wenig anfangen kann, kann auch einfach einen alten, dicken Baum umarmen oder kurz meditierend auf einer Bank sitzen. Euer Weg zählt.

Rituale sind übrigens auch die März-Monatsaufgabe für die „2014-bewegt“-Gruppe. Wer möchte, kann dort gerne ein Foto von seinem Ritual posten. Und nun geht’s los! Such dir ein Ritual – oder hast du vielleicht schon eins? Vielleicht möchtest du davon erzählen? Einfach in die Kommentare schreiben, ich freue mich!

Viel Spaß mit deinem Ritual!

Ritual

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