lauftagebuch

… und sonst so?

Ich hab’s geschafft: 5 Wochen im Arbeitsalltag. Nicht, dass ich vorher nichts gearbeitet hätte, aber nun bin ich wieder im „System“. Fixe Arbeitszeiten, funktionieren zu bestimmten Uhrzeiten, anwesend sein müssen – das volle Programm.

Und irgendwie frage ich mich grade, wie sich andere Menschen, die ebenfalls dieses Programm absolvieren (denn ich vermute stark, ich bin nicht die Einzige), den Freiraum schaffen, für einen Marathon zu trainieren. Ich habe es innerhalb der letzten Wochen immerhin geschafft auf mein Beinahe-Altes-Level zurückzukommen. Was heißt: ich laufe regelmäßig 3-5 x die Woche. Für ca. 40 – 60 Minuten. Komme damit auf ein max. Pensum von knapp 30 Wochenkilometern.

Diese Kilometer sind mir heilig. Sie pusten mir den Kopf frei, lockern meine Muskulatur (und spannen sie gleichzeitig an), geben mir das Gefühl, doch ein wenig Freiheit zu besitzen und verschaffen mir ein gutes Feeling in meinem Körper. Soweit bin ich zufrieden. Aber fragt mal nicht nach der Buchhaltung und anderen essentiellen Dinge, die man so im Allgemeinen für wichtig erachtet. Zum Beispiel der Haushalt an sich. Aufräumen, putzen, sich selbst restaurieren (in meinem Fall bedeutet das Haare häkeln, um halbwegs ordentlich auszusehen) und andere nette Dinge.

Soweit mir bekannt ist, gehört zum Marathon-Training dieses ominöse „LL“ dazu. Langer Lauf. Und die Trainingspläne verstehen da was völlig anderes darunter als ich. So ein 30-Kilometer-Lauf gehört da schon mal dazu. Und ich frage mich gerade, was ich – wenn es soweit ist – dafür sausen lassen könnte. Das Einkaufen? Das Schlafen? Das Wohnen? Hm. Ich weiß nicht, irgendwie sind das doch alles Sachen, die wichtig sind. Ohne Einkaufen, kein Essen, ohne Essen, kein Laufen und so weiter.

Aber bis dahin vergeht noch eine Menge Zeit und vielleicht fällt mir bis dahin noch was ein. Eine Idee hätte ich ja schon! Vielleicht streich ich dann einfach die Sache mit dem Arbeiten. Dann klappts auch mit den 30-Kilometer-Läufen 😉 Zumindest zeitlich.

Und sonst so?

Jetzt freu ich mich erstmal auf die nächsten Wochen, denn da kommen ein paar coole Termine auf mich zu: am 18.7.2015 fahr ich mit einem Auto voller Ladies nach Südtirol zum Reschenseelauf. 15 Kilometer (und die verdammten Komma 3, ihr erinnert euch?) und Ende Juli bin ich Köln beim Women’s Run über 8 Kilometer am Start. Das werde ich wohl schaffen. Und der Marathon? Den verschiebe ich auf 2016 oder so. Mein Diagnostiker des Vertrauens, Markus Weber, sieht dem positiv entgegen. Ich krieg ab November Trainingspläne, die mich fit machen sollen. Mal schauen, wie sich dass dann in den Alltag integrieren lässt. Wir werden sehen, wir werden sehen.

Foto 07.06.15 09 09 40

5 Kommentare

  1. Morgens vor der Arbeit laufen, das ist mein ultimativer Tipp und auch den LongRun am Wochenende morgens um 6.00 Uhr starten – da hat man den Rest des Lebens fürs Arbeiten und andere Dinge.

    • Danke für dein Feedback. Ja, ich denke, da wird es drauf hinauslaufen (müssen). Anders schränkt es das Leben zu sehr ein. Zumindest wenn man sich in gewissen Bereichen an Öffnungszeiten & Co. halten sollte. 🙂 Dann werde ich wohl doch mal üben müssen, ein Frühaufsteher zu werden. Ich wusste, die Sache hat einen Haken 😉 Liebe Grüße!

      • Ich hab gut reden, da ich ein „natürlicher“ Frühstaufsteher bin. Aber ich kann Dir sagen, es lohnt sich. Die Welt ist morgens einfach viel friedlicher als abends.

  2. Simone Jasper

    Hallo liebe Judith,
    Mein Name ist Simone. Das Team bevegt hat mir empfohlen, mich mal mit dir in Verbindung zu setzen, da ich ganz viel abnehmen möchte.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn wir in Kontakt treten könnten!
    Dein Buch habe ich mir schon bestellt😀👍
    Liebe Grüße Simone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*