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Veganer Pudding und ein Wutausbruch

Vermutlich freust du dich jetzt auf ein Rezept für eine leckere Süßspeise. Tja – weit gefehlt. Es geht um etwas völlig anderes. Nämlich um mich (Überraschung!). Denn ich habe eine bahnbrechende Entdeckung gemacht: Ich laufe nicht nur langsam wie eine Schildkröte – nein – ich bin auch noch schwach wie ein Gänseblümchen – quasi ein veganer Pudding auf zwei Beinen!

Nach der heutigen Einheit im Fitness-Studio frage ich mich, wie es überhaupt möglich ist, dass ich aufrecht gehen kann. Unglaublich! Ich war ja schon immer ein muskuläres Weichei, aber das muss ein Ende haben. Denn möglicherweise steht mein langsames Laufen ja in direktem Zusammenhang mit meiner nicht vorhandenen Muskelmasse? Gut, ich habe heute zum ersten Mal versucht, ordentliche Kniebeugen (korrekte Haltung) mit Gewicht zu machen. Gut, es waren nur 10 Kilo, aber immerhin. Dachte, das müsste doch klappen. Schließlich hatte ich bis vor kurzem noch über 30 Kilo mehr und da konnte ich auch in die Hocke gehen, ohne einen Hintermann zu haben, der mir wieder in die Höhe helfen musste. Gut, sah vielleicht nicht elegant aus, aber was soll’s. Ich konnte definitiv aus eigener Kraft aufstehen. Heute nicht. Also das Gewicht wieder runtergenommen und völlig schmerzfrei und ohne Rücksicht auf den Peinlichkeitsfaktor mit der nackten Stange trainiert. Habe tatsächlich 2 schöne Ausführungen geschafft. ZWEI.

Das brachte mich dazu, kurzfristig und ganz spontan, meiner Wut Luft zu machen. Ohne Rücksicht auf den Peinlichkeitsfaktor – dafür mit ausreichend Kraftausdrücken. War ja schließlich auch in der Kraftkammer. Zu meinem Ziel, früher oder später einen Marathon zu laufen gesellt sich also das neue 2014er Ziel,  Kraft aufzubauen. Denn ohne läuft es sich ziemlich schlecht. Und da ich aus dem Stand maximal 5-7 cm in die Höhe springen kann, gibt es hier akuten Handlungsbedarf. Mittwoch wird wieder trainiert. Mit Stange. Ohne Gewicht. Aber das Alles hat auch sein Gutes: Ich bin nicht nur so schwach wie ein Gänseblümchen, sondern auch so flexibel und biegsam. Immerhin.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

5 Kommentare

  1. Ach Judith, es hat Dir ganz einfach gezeigt wo Du gerade stehst, nicht mehr und nicht weniger. Und Du machst, wie immer, das Beste daraus. Weiter so, und schon bald packst Du Dir Gewichte auf die Stange.

    • Ja, Andreas, stimmt eh. Aber ich rege mich doch so gerne künstlich auf 🙂 Und außerdem hat es mich wirklich etwas schockiert. Ich dachte irgendwie, durch die viele Lauferei würde ich zumindest in den Beinen auch sowas wie Kraft entwickeln. Ist aber wohl nicht so. Oder doch? Wer weiß, wie ich vor dem Laufen beinander war – um Himmelswillen. Aber Hauptsache ist, dass ich was dagegen unternehme. Ob dann mit oder ohne Gewicht ist eigentlich auch schon egal 😉 Danke für’s Feedback! LG Judith

  2. Das die Kraft früher oder später darunter leidet wenn man nix macht ist klar. Und logischerweise hattest du früher auch mehr Kraft als du mehr Kilos hattest: Musstest du die doch auch irgendwie herumtragen.
    Leider gehört ein wenig Krafttraining zu jedem Läufer dazu…

  3. Hallo Judith!

    Springen kann ich auch nicht sehr hoch. Zu den Kniebeugen, ich mache seit ein paar Wochen welche während ich Zähne putze. Meine Zahnbürste ist elektrisch und hat einen 2 Minuten Timer, da gehen sich ein paar aus 🙂

    Herzliche Grüße,

    Lisa

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