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Wälderlauf – 13,2 Kilometer

Wer mich heute sieht, denkt vermutlich ich hätte ein gröberes Fußleiden. Laufe heute rum, wie eine ältere Dame, die den Stock daheim vergessen hat. Im Leben hätte ich nicht gedacht, dass man vom Walken so einen bösen Muskelkater bekommen kann.

Aber kurz zurück zum Anfang:

Den Samstag Vormittag habe ich genutzt, mein Futterpaket zu schnüren, da ich nicht damit rechnen konnte, was Vegantaugliches zum Essen zu finden auf dem anschließenden Läuferfest. Zusammen mit den Klamotten zum Umziehen, dem Duschzeug und allem was Frau sonst noch so braucht, hatte ich eine ordentlich schwere Tasche dabei. Mein Mann verabschiedete mich mit den Worten „Wir sehen uns dann wieder am Dienstag, deinem Gepäck nach zu urteilen“.

Dann ging es los und meine Schwester und ich fuhren eine gute Stunde nach Schoppernau ins Zielgelände. Dort konnten wir parken und liefen dann mit unseren Taschen los, um diese im Gepäckdepot abzugeben und die Startnummern abzuholen. Man könnte den Weg vom Parkplatz zur Startnummernausgabe auch als Aufwärmübung bezeichnen, denn es waren ca. 400 Meter!

Den gleichen Weg liefern wir wieder zurück und warteten dort auf unseren Shuttle-Bus nach Mellau zum Start. Die Stimmung war super, die Leute gut gelaunt und aufgrund der Party-Atmosphäre hätte man beinahe vergessen können, das wir doch noch einen ordentlichen Fußmarsch vor uns hatten.

Aber spätestens nach dem Startschuss, kam mir diese Tatsache wieder unweigerlich ins Gedächtnis. Was ich sehr motivierend fand, war das alle 500 Meter ein Schild stand mit der Kilometerzahl. Angefeuert wurden wir mit Kuhglocken und im „Gadaschopf“ wurde uns sogar Schnaps angeboten! Haben wir natürlich abgelehnt, wir wollten doch eine gute Zeit erreichen. Zumindest für meine Verhältnisse. Mein Puls war wieder jenseits von … naja, trotz Walken schaffte ich es tatsächlich auf konstante 160 Schläge pro Minute – und der Zieleinlauf lag bei 183 Schlägen. Deutlich unter dem Ergebnis vom Frauenlauf (zur Erinnerung: ich hatte einen Puls von 197). Dennoch fürchte ich, dass die Chancen auf einen gejoggten Viertelmarathon im Oktober nicht besonders gut stehen. Gelangte gestern doch sehr an meine Grenzen.

Das Ergebnis heute: ein richtig, richtig böser Muskelkater, eine blau angelaufene Zehe, eine kleine Fersenverletzung und ein bisschen Stolz, dass ich diese lange Strecke geschafft habe. Dazu kommen noch ein paar kaputt gelaufene Laufschuhe ^^

Aber spaßig war’s und eine Urkunde habe ich auch bekommen: Judith’s Urkunde

Hier noch ein paar Fotos:

 

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