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Wie fange ich nur an?

Die meistgestellte Frage

Ich würde auch so gerne … 
Wenn ich deine Bilder sehe, bin ich motiviert … 
Deine Geschichte ist so toll, ich möchte das auch … 

ABER …

So beginnen die meisten Nachrichten, die mich erreichen. Und ich verstehe das so gut! Ich verstehe es vielleicht sogar besser, als du selbst. Denn es ging mir selber jahrelang nicht anders. Ich wollte so sehr. Ich wollte mit dem Kopf. Aber irgendwie wollte der Rest von mir nicht so, wie ich wollte. Dauernd kam was dazwischen oder ich fand’s plötzlich doch nicht mehr ganz so wichtig, abzunehmen, sportlicher zu werden oder meine Ernährung zu ändern.

Und dann kam Peter Pan.

Ich bin bekennender Märchen-Fan und alles, was irgendwie mit Zaubern und anderen fantastischen Dingen zu tun hat, fasziniert mich. Und ich erinnere mich an eine Szene aus dem Film Peter Pan mit Robin Williams. Peter war schon lange in der realen Welt und wurde dort auch erwachsen. Er vergaß, dass er mal Peter Pan war und als er dann wieder zurück nach Nimmerland kam (aus welchem Grund weiß ich nicht mehr, vermutlich um die Welt zu retten – oder zumindest seine Kinder) konnte er sich einfach nicht mehr daran erinnern, wie man fliegt. Dazu kam, dass er mal locker 20 Kilo an Gewicht zugelegt hatte und nun ja, eben erwachsen war. Doofe Kombination. Aber es gab jemanden, der sich an ihn erinnerte und ihm auf die Sprünge half. Glöckchen, die Elfe. Sie sagte zu Peter: „Du brauchst nur einen wunderbaren Gedanken, Peter! Nur einen wunderbaren Gedanken und dann fliegst du!“ So ähnlich zumindest, genau hab ich das auch nicht mehr im Kopf. Aber die Quintessenz blieb hängen: ein wunderbarer Gedanke und alles ist möglich!

Mein wunderbarer Gedanke

Unser Kopf ist imstande die wunderbarsten Dinge zu denken, sich auszumalen und zu glauben. Seltsamerweise nutzen wir diese Fähigkeit dann doch lieber, uns schreckliche Dinge vorzustellen. Uns selbst in Angst und Schrecken zu versetzen. Denken wir daran, wie es wäre, zu laufen – vielleicht mit starkem Übergewicht – sehen wir uns als eine Art Naturkatastrophe. Wenn wir laufen, wird die Erde beben, die Nachbarn vielleicht auch. Es wird grauenvoll sein. Wir werden Schmerzen haben, wir werden peinlich langsam sein. Überhaupt wird es peinlich sein.

Denken wir ans Abnehmen und stellen uns vor, wie es wäre, 10, 20, 30 oder gar 50 Kilo loszuwerden, sehen wir bereits die schlaffe Haut, die an uns herabhängt und wir fühlen uns vorsorglich schonmal hungrig, denn das wird es sein, was auf uns zukommt: ständiger Hunger! .Das macht uns solche Sorgen, das wir lieber erst gar nicht damit anfangen, uns zu verändern.

Das alles kenne ich.

Und das alles war es, was mich solange zurückgehalten hat, überhaupt irgendwas zu tun. Ich war ich, gefangen in meinem Körper. Den ich nicht verändern wollte, denn es hätte mir Angst gemacht. Wer weiß denn schon, was dann auf einen zukommt?

Und doch war er eines Tages einfach da. Dieser wunderbare Gedanke. Mein wunderbarer Gedanke. Ich wachte auf und im Halbschlaf, in mein Kissen gemümmelt, sah ich mich selbst in kurzen Hosen und einem ärmellosen Laufshirt über eine Ziellinie laufen, um mich herum viele Menschen. Und ich sah GUT aus! Ich sah einfach gut aus. Und ich war glücklich. Ich strahlte. Ich lag also in meinem Bett, sah dieses Bild, woher immer es auch gekommen sein mag, und ich grinste. Und spürte: Das will ich haben! Das ist mein Leben. 

So begann ich zu fliegen.

Flug

Und ich glaube, das kannst du auch.
Es ist nicht schwer.
Du musst nicht mit dem Kopf wollen.
Du musst nichts müssen.
Du musst überhaupt nichts.

Wenn du dieses Bild, diesen Gedanken gefunden hast, dann geht das ohne Mühe. Ich sage nicht, dass es nicht anstrengend sein wird oder du manchmal nicht genau weißt, was du tun sollst oder du zuhause auf der Couch liegen wirst und von selber schön, schlank und stark werden wirst. Nein, dafür wirst du schon selbst was tun – aber der Unterschied ist:
Du wirst es nicht müssen. Du wirst es wollen.
Aus dir selber heraus. Weil da dieser wunderbare Gedanke ist, denn du nicht mehr abschalten kannst. Das willst du auch gar nicht.

Bevor du dir also das 17. Diätbuch oder das fünfte Fitnessgerät kaufst, schenk dir doch mal was anderes: etwas Zeit. Zeit, darüber nachzudenken, was dein wunderbarer Gedanke ist. Denn der ist da. In dir drin. Schon lange. Und möglicherweise ist es jetzt an der Zeit für ihn, rauszukommen. Und an der Zeit für dich, zu fliegen.

Wenn du jemanden brauchst, mit dem du deinen wunderbaren Gedanken teilen kannst, ich bin hier und freu mich über deinen Kommentar.

 

P.S. Das hier ist eine der Fragen von euch, die ich eigentlich in meinem e-Book beantworten wollte … nun werden hier aber nach und nach Blogartikel zu euren Fragen entstehen. Und wer weiß, vielleicht gibt es dann ganz am Ende das e-Book. Mir war es jetzt nur wichtig, damit anzufangen, eure Fragen zu beantworten.

 

2 Kommentare

  1. Ein wunderschöner Text! Und auch der Begriff – ein wunderbarer Gedanke – ist perfekt, um das auszudrücken, wenn man dieses Gefühl hat…die Idee von etwas und der ganze Körper kribbelt, man ist aufgeregt.

    Ich konnte das nur nie richtig in Worte fassen – danke für deinen tollen Beitrag und Inspiration!

    • Liebe Annika! Vielen Dank für deine Nachricht – das freut mich sehr, wenn es so ankommt. Gar nicht so einfach, über diese inneren Vorgänge zu schreiben 🙂 Deswegen umso schöner, wenn es so ankommt, wie ich mir das vorgestellt habe, und du beschreibst das perfekt. Danke fürs Mitlesen!

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