lauftagebuch

Die Wahl, die Qual & das Lecknertal

Gestern bin ich beinahe zur Bergziege mutiert. Zumindest hatte ich so den Eindruck, denn gestern fuhren wir in den Bregenzerwald. Genaugenommen ins Lecknertal bei Hittisau. Ich hatte dort einen Rundwanderweg rausgesucht, der mit 1,5 – 2 Stunden Wanderzeit angegeben war. Auf meinem Plan standen 6 km Laufen in gemütlichem Tempo. Ich dachte mir, das passt. Hatte dabei nur etwas übersehen.

Am Lecknersee im Lecknertal

Am Lecknersee im Lecknertal

300 Höhenmeter

Da ging’s dann gleich knackig bergauf kann ich euch sagen. Mit Laufen war da nicht viel, zumindest bei mir nicht. Ich konnte immer nur kurze Passagen laufen, dann wieder längere Stücke gehen, um Luft zu holen. Landschaftlich ein Erlebnis, läuferisch ein Abenteuer. Bin zum ersten Mal durch freilaufende Kuhherden durchgelaufen – sogar ein Stier lag gemütlich kauend am Wegesrand und hat mich nur müde angeblinzelt, als ich nachgeschaut habe, ob er wirklich ein „er“ ist. Als mein Mann den Stromzaun aufgemacht hat, damit wir durchgehen können, hat er ein paar ordentliche Stromschläge abbekommen, scheinbar war das Ding nicht gut geerdet. Er meinte nur: „Ist ja fast schon wie ein Strongman-Run.“ Bis auf 1250 Höhenmeter sind wir gelaufen und dann ging’s bergab über die sumpfigen Wiesen (vom vielen Regen). Die Wege von den Kühen ausgetreten mit tiefen Matschlöchern, aber ich durfte ja nicht jammern. Denn mein Mann, feinfühlig wie er ist, hatte auch dazu seine Meinung: „Wenn da Kühe mit 500 Kilo runterkommen, dann wirst du das auch schaffen!“ Wo er Recht hat … Nach 1 Stunde und 19 Minuten (darin enthalten ca. 5 Minuten für die vielen Fotos), kamen wir wieder unten an und die Dame, die die Straßenmaut kassiert, meinte beeindruckt, wie schnell wir waren. Werde mich jetzt zukünftig nur noch mit Wanderern messen. Da schneide ich ziemlich gut ab!

1250 Höhenmeter am höchsten Punkt

1250 Höhenmeter am höchsten Punkt

Die Wahl – Läuferin des Jahres 2014

Es gibt noch weitere Neuigkeiten. Besagter feinfühliger Ehemann hat mich doch tatsächlich zur Wahl als „Läuferin des Jahres 2014“ vorgeschlagen! Seit 3 Tagen kann man für mich voten. Und das ist beinahe schlimmer als jeder Wettkampf, den ich bisher gelaufen bin – denn ich habe diesmal eine echte Chance, ganz vorne mitzumischen. Dafür brauche ich jeden „Gefällt-mir“-Klick, den ich bekommen kann. Helft ihr mit? Leider ist das Prozedere etwas umständlich, aber inzwischen habe ich gut raus wie es funktioniert: ihr besucht die Seite laufen.de und registriert euch dort (geht z.B. auch mit einem Facebook-Account), wenn ihr dann registriert und mit eurem Nutzernamen eingeloggt seid, dann besucht ihr den Artikel zum „Läufer des Jahres 2014“ und scrollt ans Ende des Berichts, wo die Kommentare beginnen. Dort bitte den Kommentar meines Mannes „liken“ (steht groß mein Name drin, ist nicht zu übersehen).

Es wird eine heiße Sache und ist jetzt schon sehr spannend. Aktuell bin ich auf Platz 2 (die drei mit den meisten Klicks kommen ins Finale), aber mein Verfolger holt mächtig auf. Die Erstplatzierte ist noch gut 13 Klicks von mir entfernt und ich komme nur mit eurer Hilfe weiter. Ich weiß, es ist etwas umständlich, aber ich bin euch sehr dankbar, wenn ihr mir trotzdem helfen wollt! Das Schöne wäre, dass meine Geschichte dann auch in der Laufzeitschrift „aktiv laufen“ vorgestellt werden würde.

Die Qual – der 24h-Lauf von Rodgau

Zu guter Letzt habe ich noch etwas für die abenteuerlustigen Läufer unter euch. Vom 13. auf den 14. September 2014 findet in Rodgau bei Frankfurt wieder der legendäre 24-Stunden-Lauf statt. Bereits vor Monaten habe ich mich dafür angemeldet – im Team mit weiteren 9 Läufern. Wir laufen als Team „Vegan Turtlerunners & Friends“. Das heißt, es laufen nicht nur vegane Läufer, sondern auch solche, die einfach mit uns im Team laufen wollen. Ihr müsst also weder vegan noch besonders langsam sein – aber beides ist bei uns auch erwünscht.

Wie es in der Natur des Menschen liegt, brechen uns so kurz vor dem Lauf alle möglichen Läufer weg und wir haben wieder Platz im Team!

3 Plätze sind noch frei!

Wir suchen noch 3 Läufer, die mit uns dort starten. Wir laufen abwechselnd, jeder wie er kann und mag – das werden wir vorher noch besprechen. Es gibt vor Ort Verpflegung, man kann dort übernachten (Schlafsack mitnehmen) und auch die Teilnahmegebühr ist bereits bezahlt. Ich könnte ein Mitfahrgelegenheit ab Vorarlberg bieten. Im Team sind sehr nette Leute (unter anderem ich 😉 ) und ich glaube, das wird ein Mordsgaudi und natürlich ein Lauf-Abenteuer, das seinesgleichen sucht. Also, ihr Lieben, traut euch! Ihr müsst weder Profis sein, noch Marathons laufen können. Die Runde in Rodgau beträgt 400 m. Wenn ihr derzeit in der Lage seid 1 Stunde zu laufen ist das genauso schön, wie wenn ihr 3 Stunden durchlaufen könnt. Da wir uns abwechseln, sollte es für keinen von uns zu stressig werden.

Wer sich interessiert, nimmt bitte Kontakt mit meinem Organisator vor Ort, Sören Stein, auf. Schreibt ihm eine Mail, er wird alles Weitere mit euch besprechen! Und natürlich könnt ihr auch hier wieder Kommentare hinterlassen und mir Fragen stellen, wenn was unklar ist.

Ich verabschiede mich für heute mit ein paar Bildern aus dem Lecknertal. Macht’s gut ihr Lieben, genießt diesen wunderbaren Sonntag und geht raus an die frische Luft!

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