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Ich glaub, es geht schon wieder los.

Noch 1 Stunde bis zur Abfahrt. Startschuss um 12.15 Uhr, Silvesterlauf. Bis spätestens 11 Uhr muss ich unsere Startnummern abholen (557 und 558 – 5 ist meine Lieblingszahl, das kann nur Glück bedeuten, oder?).

Und wie immer an solchen Tagen und dem davor (also dem Tag vor dem Rennen), frage ich mich, wieso ich das eigentlich tue. Ich könnte es sooooo viel gemütlicher haben. Nur für mich ein bisschen vor mich hinlaufen, Natur genießen, mein Tempo laufen, alles easy und entspannt. Was tue ich stattdessen?

Ich stürze mich in eine Masse von hufscharrenden Läufern, die alle ganz wild darauf sind, beim Startschuss nach vorne zu preschen, die anderen hinter sich zu lassen, Tempo zu machen und der Welt zu zeigen, wie schnell sie laufen können.

Mein Anliegen ist das nicht, denn ich kann nicht schnell laufen. Es will einfach nicht … also wird das heute wieder ein Turtlerunner-Missions-Lauf. Ich lauf für alle, die so langsam sind wie ich (hallo – ist da jemand?) und versuche, mich nicht davon irritieren zu lassen, dass ich heute gleich 4 x an denselben Menschen vorbeilaufe, denn der Lauf geht über 4 Runden.

Heute bin ich außerdem in Begleitung: Mein Mann läuft mit und zwar im T-Shirt von „Laufen gegen Leiden“. Ich laufe natürlich für meinen Verein „Team vegan.at“. Wir werden aussehen wie zwei Twinnie-Eis, falls das noch jemand kennt. Fotos folgen später.

So, nun sitz ich hier, löffle Hirsebrei, trinke Wasser und bin nervös. Wie immer. Und denke mir, dass ich nie wieder an einem Lauf teilnehmen werde. Wie immer. Und dann werde ich vermutlich diesen Lauf laufen und mich dabei selbst übertreffen. Wie immer. Nur wird es keiner merken, denn wenn ich mich selbst übertreffe bin ich immer noch turtlerunnermäßig langsam. Wie immer. Aber eigentlich ist das auch völlig egal. Danach, wenn ich es geschafft habe, werde ich Spaß haben. Wie immer. Und dann ist ja noch dieser eine Gedanke da …. „vielleicht, ganz vielleicht schaff ich es ja, diesmal meine Zeit um 3-5 km/h zu verbessern. So ganz spontan. Plötzliche Läufer-Geschwindigkeits-Erleuchtung. Vielleicht.“ .

Und weil ich auf diese Erleuchtung warte, muss ich an Rennen teilnehmen. Denn sonst krieg ich es ja nicht mit, wenn es soweit ist.

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