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Verrückte Ideen und Zehennägel.

Tja, heute schreib ich über seltsame Dinge und ich kann mich nicht entscheiden welches davon ich seltsamer finde.

Fangen wir mal damit an, dass ich seit einiger Zeit verrückte Zehennägel habe. Also wirklich ver-rückt. Zwei bis drei dieser seltsamen Zehenanhängsel verformen sich nämlich seit ich den Viertelmarathon gelaufen bin. Hatte immer mal wieder blaue Verfärbungen, Hornhaut und so hübsche Dinge, die kein Mensch haben will und vor kurzem habe ich festgestellt, dass manche der Nägel eine andere Richtung einschlagen. Das gibt mir zu denken … an den Schuhen sollte es nicht liegen – ich habe Platz genug für alle Zehen. Ist jetzt nicht dramatisch, aber irgendwie verrückt. Kennt das wer von euch?

Die letzte Zeit hab ich mir wieder Gedanken zum Thema Motivation gemacht. Ich brauche ständig etwas, was mich antreibt und vorwärts bringt. Mich zu motivieren ist nicht immer einfach. Und die letzten Tage bin ich etwas müde geworden – müde vielleicht auch vom anstrengenden Training auf den Silvesterlauf (aaaah! In 13 Tagen ist es schon so weit!), das schöne, aber anstrengende Laufen auf dem Schnee und im Eis und so im Allgemeinen, was aber durchaus an der Jahreszeit liegen könnte. Wenn um 17 Uhr das Licht draußen ausgeht, geht es bei mir auch aus.
220 Kilometer. Mit dem Auto kein Problem. Und zu Fuß?

Brauche also ein Licht der Motivation. Und als ich am Wochenende am Bodensee war, kam mir eine Idee. So viele Menschen gehen jedes Jahr auf ihren Jakobsweg und laufen Hunderte Kilometer zu Fuß, pilgern von einem Ort zum nächsten, immer näher zu ihrem Ziel, finden sich dabei selbst wieder (zumindest stelle ich mir das so vor) und machen interessante Erfahrungen. Das möchte ich auch. Und ich möchte laufen. Lange laufen. Langsam laufen. Einmal um den Bodensee laufen.

Wann? Keine Ahnung. Soweit bin ich noch nicht. Bisher weiß ich, dass die Strecke ca. 220 Kilometer misst und dass es einen Fußwanderweg gibt. Ich werde die nächste Zeit nutzen, zu recherchieren und zu überlegen, ob, wie und wann ich so etwas umsetzen kann. Ob ich durchlaufen möchte oder nicht, wieviel Begleitung ich brauchen würde, bis wann ich überhaupt körperlich und mental so weit sein könnte. Tatsache ist, dass mich dieses Ziel mehr reizt als jeder Wettkampf. Denn ich würde einfach für mich, ohne offizielle Zeitmessung, versuchen, diese Strecke zu bewältigen. Vielleicht werden’s dann doch nur Etappen oder ich laufe es wirklich komplett. Das wird sich in den nächsten Monaten herauskristallisieren. Und wer weiß, vielleicht begleitet mich ja jemand von euch ein Stück … zu Fuß, mit dem Rad … wird sich alles ergeben, wenn es denn wirklich so sein soll. Daran glaube ich.

Aber jetzt erstmal auf den Silvesterlauf trainieren und ein wenig Stille Nacht und so … abschalten, nachdenken, neu sortieren und orientieren und dann: weiterlaufen, wohin der Weg mich führt.

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