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Schließ den Loop

Machen wir es kurz: Das hier wird mein letzter Eintrag. Ich habe beschlossen, dass das Projekt „veganmarathon“ erfolgreich abgeschlossen ist.

Bin ich inzwischen einen Marathon gelaufen? Nein, aber ich fühle mich so. Und drei halbe Marathons zählen in Summe mehr als ein ganzer, also passt die Rechnung für mich.

Aktuell ist ja nach wie vor Lebensveränderung ganz hoch im Kurs bei mir (allein diesen Monat stehen die Hausübergabe, ein Auszug, ein Umzug sowie zahlreiche Job-Ereignisse ins Haus). Und immer wieder denke ich – zwischen Tür & Angel – an die Turtlerunner und veganmarathon. „Du solltest vielleicht darüber nachdenken, den Loop zu schließen“, sagte eine Freundin vor kurzem zu mir.

Den Loop schließen

Was bedeutet das? Etwas Angefangenes zu Ende bringen. Weil Dinge, die so lose in der Gegend rumbaumeln dazu neigen, Energie zu ziehen. Vielleicht nicht immer bewusst. Aber irgendwie beschäftigen sie einen doch. Darüber habe ich nachgedacht und mir überlegt, was es noch zu tun gibt, in Sachen veganmarathon. Bin ich fertig hier?

Die Frage stelle ich mir ja schon lange. Und ich kann sie jetzt beantworten: Ja, hier bin ich fertig. Nur hier. Alles andere beginnt gerade erst. Aber hier braucht es einen Schlusspunkt. Und das bedeutet nicht, dass ich nicht weiterlaufe.

Es ist einfach nur gut jetzt. Vielleicht kennst du das Gefühl. Wenn du beruflich, privat, in irgendeiner Angelegenheit an die Stelle kommst, wo du sagen kannst: „Ja, jetzt ist gut. Jetzt reicht’s.“ Und zwar ganz im Frieden. Um befreit, auf dem eigenen Weg weitergehen zu können, braucht es manchmal das Ende von etwas. Einen Abschluss. Damit man wieder frei ist für alles, was kommt. Und das können durchaus ganz passable Dinge sein, die da auf dich warten.

Ich weiß, dass dieser Blog hier vielen Menschen geholfen hat, selbst ins Tun (und auch ins Laufen) zu kommen und ich hoffe, das tut er weiterhin. Er wird hoffentlich bis in alle Ewigkeiten bestehen bleiben. Und nach wie vor allerhand Nachwuchs-Turtles auf die Laufbahn locken. Das wäre schön!

Und was passiert jetzt?

Ich weiß nicht genau. Und das ist gut so.  Ich beschäftige mich viel mit mir selbst und dem Leben an sich. Was funktioniert wie und wie funktioniert es für mich? Lernen ist auch ein großes Thema. Im Job und im Privatleben. Vermutlich brauch ich weiterhin ein Ventil für meine Gedanken. Vielleicht wird das wieder ein Blog. Vielleicht erstmal nur ein geheimes Tagebuch. Ja, vielleicht mag ich erstmal noch ein wenig „geheimniskrämern“. Und vielleicht gefällt mir das so gut, dass ich dort bleibe, beim geheimen Kram. Schauen wir einfach, was passiert. Irgendwas passiert nämlich immer.

Was bleibt noch offen?

Ein Danke. Ein großes, von Herzen kommendes Danke an euch alle, die ihr gelesen habt, kommentiert habt, Anteil genommen habt. Die ihr mich begleitet habt und auch wenn ich lange nix von mir hören ließ, immer da wart. An alle, die auch weiterhin die Turtlerunner im Herzen (und auf den Shirts) tragen und dafür sorgen, dass sie nicht vergessen werden. An alle, die mich bis in fremde Städte begleitet haben (Götz, Marlene, Mandy, Anne, Isa, Daniela, Nina Maria, Danny, Jana, Petra & Patrick, … es waren noch viele mehr!) und alle, die mit mir zuhause turtlend ins Ziel einmarschiert sind (Sarah, Sonja, Vera, Ursula, Yvonne, Helga & Anna, Petra, Elke, Christina, Katharina, Cindy, Brigitte, Vicky, Isa … und viele, viele andere) – ihr seid und wart die beste Turtle-Truppe, die man sich nur vorstellen konnte. Der pure Wahnsinn, was ihr alles möglich gemacht habt. Lasst uns die Turtles weiterleben lassen, auch wenn hier ein letzter Schlusspunkt gesetzt wird. Denn Turtles haben eine verdammt hohe Lebensdauer – muss wohl am Tempo liegen.

Und ich bin ja nicht wirklich weg … wer mich erreichen will, der kann das tun. Aber jetzt und hier sage ich ganz zufrieden:

Ja, ich bin hier fertig.

Schön war’s!

 

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